Zertifikate und ihre Bedeutung

In Deutschland gibt es grundsätzlich keine Zertifizierungspflicht für Trinkwasserbrunnen. Allerdings müssen die trinkwasserberührenden Komponenten des Trinkbrunnens den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen.

Dennoch lassen einige Hersteller ihre Trinkwasserspender zertifizieren, um ein sicheres Gerät anbieten zu können, das den Nutzer sowie Betreiber vor Schäden schützt.

Bei uns ist der Trinkwasserbrunnen SUSA DVGW-zertifiziert. Die Herstellung erfolgt unter strenger Einhaltung der notwendigen Hygienestandards, die mit den Anforderungen der Zertifizierung einhergehen.

Die gängigste Zertifizierung von Wasserspendern und Trinkwasserbrunnen ist momentan das internationale NSF-Zertifikat (National Sanitary Foundation). Darunter gibt es noch die deutschlandweit anerkannte DVGW-Zertifizierung, die jedoch international keine Gültigkeit hat, da viele Länder ihre eigenen, marktspezifischen Zertifizierungsmodelle bevorzugen. So gibt es wiederum in der Schweiz das SVGW-Zertifikat, das grundsätzlich ähnliche Anforderungen wie das deutsche Äquivalent hat, jedoch in Deutschland keine Gültigkeit hat.

Produkte mit NSF-Logo wurden durch die „National Sanitary Foundation” geprüft und registriert. NSF ist die internationale Registrierung, die garantiert, dass das Produkt ohne gesundheitliche Risiken in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden kann.

DVGW steht für „Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches“. Die Zertifizierung beruht auf den Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung und somit auf dessen Einhaltung.

NSF-Zertifizierung (Nahrungsmittel- und Wassersicherheit)

NSF deckt ein breites Spektrum an Zertifizierungen im Bereich der Lebensmittelsicherheit ab, das über die Ausrüstung für die Lebensmittelbranche bis hin zur Zertifizierung von Nichtlebensmittel-Erzeugnissen reicht.

Die Labore von NSF sind mit ihrer außergewöhnlich hohen technischen Expertise, ihren fortlaufend auf dem neuesten Stand gehaltenen Auditoren und ihrer Fähigkeit, eine zügige Zertifizierung zu ermöglichen, weltweit führend in der Zertifizierung - heißt es auf der NSF-Website. Dort heißt es weiter:

Wasser

NSF International zertifiziert für die Trinkwasserbranche und trägt auf diese Weise zur Qualität und Sicherheit des Leitungswassers bei. NSF unterstützt das Erreichen diverser Standards und testet und zertifiziert im Rahmen seiner Programme im Bereich Wasser sowohl Trinkwasser als auch das Wasser für sanitäre Einrichtungen, Kunststoffe die mit Wasser in Berührung kommen und Abwässer.

NSF/ANSI:

Dies ist der internationale Standard für NSF-Trinkwassersystemkomponenten. Er stellt sicher, dass keine schädlichen Verunreinigungen aus dem Produkt oder Material austreten oder in das Trinkwasser gelangen können.

NSF/ANSI 372:

Die von IAMPO R&T nach der Norm NSF/ANSI 372 zertifizierten Trinkwassersystemkomponenten sorgen durch die Reduzierung des Bleigehalts für ein sichereres Trinkwasser.

ADA & ICC A117.1

ICC A117.1-2017 steht, einfach ausgedrückt, für technische Kriterien für die Zugänglichkeit von Standorten, Einrichtungen, Gebäuden und damit verbundenen Elementen - wie in diesem Fall von barrierefreien Trinkwasserbrunnen. Die Art und Weise, wie diese Belange angegangen werden, ist sehr gründlich, in einem umfassenden Ansatz für die vielen Zugänglichkeitsüberlegungen, die man beim Bau eines neuen Gebäudes prüfen muss. Beispielsweise werden in dem Dokument mit Hilfe klarer Abbildungen, die die Abmessungen veranschaulichen, angemessene Abstände, hervorstehende Gegenstände, Reichweiten und akzeptable Wege angegeben, neben vielen anderen Belangen, die eine Verwaltungsbehörde bei der Festlegung von Barrierefreiheits-Bestimmungen berücksichtigen muss.

Dieses Zertifikat ist besonders wichtig, wenn eine öffentliche Einrichtung geplant wird, da diese laut Gesetz barrierefrei sein muss (z.B. DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen).

Öffentliche Gebäude

Als öffentlich zugänglich werden diejenigen Gebäude bezeichnet, die von einer Vielzahl von Menschen aufgesucht werden, die vorher nicht genau bestimmt werden können. Nach der Musterbauordnung (MBO) müssen barrierefreie Gebäude „…in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar“ sein. Das bedeutet, dass alle Besucher ein Gebäude uneingeschränkt nutzen können sollen, egal ob es sich dabei um alte Menschen, Menschen mit Kleinkindern oder Menschen mit Behinderung – ganz gleich welcher Art – handelt.

In § 50 Abs. 2 der MBO heißt es: „Bauliche Anlagen, die öffentlich zugänglich sind, müssen in den dem allgemeinen Besucher- und Benutzerverkehr dienenden Teilen barrierefrei sein. Dies gilt insbesondere für:

1. Einrichtungen der Kultur und des Bildungswesens 

2. Sport- und Freizeitstätten

3. Einrichtungen des Gesundheitswesens

4. Büro-, Verwaltungs- und Gerichtsgebäude

5. Verkaufs-, Gast- und Beherbergungsstätten

6. Stellplätze, Garagen und Toilettenanlagen

Mit unseren barrierefreien Trinkwasserbrunnen sind Sie damit auf der sicheren Seite, wenn es um barrierefreies Bauen geht.

DVGW-Zertifizierung / Zertifikat

Die Trinkwasserordnung ist sozusagen die Bibel für den DVGW (Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.). Alles was der DVGW macht bzw. zertifiziert, beruht nebst diversen DIN-Normen auf dessen Paragraphen. Generell werden keine DVGW-Zertifikate an Wasserspender ausgegeben, so die Aussage des DVGW.

Der Trinkwasserbrunnen muss lediglich die Anforderungen aus der Trinkwasserordnung (TrinkwV) erfüllen, eine Zertifizierung ist dabei nicht vorgeschrieben oder notwendig.

Das UBA (Umweltbundesamt) schreibt vor, welche Bewertungsgrundlage für Kunststoffe, Metalle und organische Materialien herangezogen werden muss, um einen sicheren Trinkwasserbrunnen als Betreiber für die Trinkwasserausgabe nutzen zu dürfen.

Diese Bewertungsgrundlagen finden Sie hier und basieren auf den Anforderungen des EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit):

Bewertungsgrundlagen und Leitlinien

Bewertungsgrundlage für Kunststoffe und andere organische Materialien im Kontakt mit Trinkwasser

Es muss sichergestellt sein, dass das Gerät keine schädlichen Stoffe an das Trinkwasser abgibt, sodass die Nutzer geschützt bleiben.

Fazit: Das DVGW-Zertifikat kann für Geräte ausgestellt werden, die den Vorschriften der Trinkwasserverordnung e. Das bedeutet, dass die zertifizierten Geräte die allgemein anerkannten Regeln der Technik einhalten. 

Ein DVGW-Zertifikat dient somit dazu, Installateuren, Betreibern und den Nutzern ein möglichst sicheres Produkt zu gewährleisten.

Quelle: https://www.dvgw.de/medien/dvgw/wasser/management/rechtliche-wirkung-dvgw-regelwerk-wasserversorgung-2003wetzel.pdf

SGS Institut Fresenius

Als einer der bedeutendsten Anbieter für chemische Laboranalytik in Deutschland genießt SGS Institut Fresenius vor allem bei der Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln, Getränken und Verbraucherprodukten einen ausgezeichneten Ruf bei Produzenten, Konsumenten und Handel.